Hoffnungsbarometer

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. (Ernst Bloch)


Hinterlasse einen Kommentar

Hoffnungskonferenz 2015

Aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus einer positiven Zukunfts- und Hoffnungsforschung

Montag, 7. September 2015
9 – 17 Uhr
Universität Bern, Hochschulzentrum von Roll, Fabrikstrasse 8, 3012 Bern
Foyer im Erdgeschoss (Empfang und Pausen) Raum B101 (Referate)

Wir leben in einer Zeit von unvorhergesehenen Veränderungen und kleineren oder grösseren Überraschungen. Können wir diese zuversichtlich als Chancen erkennen, weil wir auf eine positive Zukunft hoffen, oder erleben wir sie voller Angst als Bedrohung von Sicherheit und Gegenwart? Risikoabsicherung, Krisenbewältigung, Sorgenbarometer und Angstbarometer, Warnungen und negative Prognosen sind in Medien, Politik und Alltag gegenwärtig – was braucht es, damit Hoffnung als ernst zu nehmende psychische Kompetenz uns hilft, Veränderungen und Bedrohung zu bewältigen und aktiv an unserer Zukunft zu bauen?

Seit 2009 erhebt swissfuture, die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung, jedes Jahr mit dem Hoffnungsbarometer, welches die grossen Zukunftshoffnungen der Schweizerinnen und Schweizer für das kommende Jahr sind. Mittlerweile nehmen jährlich über 20‘000 Personen aus der Schweiz, Frankreich, Tschechien, Deutschland, Malta und Norwegen an der empirischen Erhebung teil.

Dieses Jahr präsentiert swissfuture die Erkenntnisse an einer grossen Hoffnungskonferenz gemeinsam mit internationalen Partnern, mit swippa, der Schweizerischen Gesellschaft für Positive Psychologie, mit Forschenden des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) LIVES und mit der Universität Bern.

Mit Referaten von Pasqualina Perrig-Chiello (Bern), Andreas Krafft (St. Gallen), Andreas M. Walker (Basel), Leo Bormans (Belgien), Alena Slezácková (CZ – Brno), Charles Martin-Krumm (F – Rennes) , Jenny Hofmann (Universität Zürich), Bina Knöpfli und Stefanie Spahni (Universität Bern), Hansjörg Znoj (Universität Bern), Paweł Izdebski und Elżbieta Kasprzak, (PL – Bydgoszcz)

Teilnahmegebühr inkl. Kaffeepausen, Lunch und Apéro: CHF 50 für SWIPPA– und swissfuture-Mitglieder CHF 30 für studentische Mitglieder;
CHF 100 für Nichtmitglieder CHF 60 für studierende Nichtmitglieder

 

Anmeldung: via

http://www.swissfuture.ch/de/schweizerische-hoffnungskonferenz/ oder

future@swissfuture.ch

 


Hinterlasse einen Kommentar

Hoffnungsbarometer 2015 – Deutschland

1.  Allgemeine Info

Bereits zum sechsten Mal seit 2009 und zum dritten Mal seit 2012 in Deutschland erhoben Dr. Andreas Krafft und Dr. Andreas M. Walker von swissfuture.ch im November 2014 das Hoffnungsbarometer für das kommende Jahr mit einer grossen Internet-Umfrage in deutscher, französischer, englischer, tschechischer und erstmals auch in norwegischer Sprache. Rund 45‘000 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern nahmen dieses Jahr an der Umfrage teil.

Für Deutschland wurden 4‘579 vollständige und korrekte Fragebogen ausgewertet.

swissfuture ist die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung und wurde 1970 gegründet. Co-Präsidenten von swissfuture sind Dr. Andreas M. Walker und Cla Semadeni. swissfuture fördert als parteipolitisch und religiös neutraler Verein und Mitglied der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW die Zukunftsforschung und -gestaltung in der Schweiz und macht deren Ergebnisse der Bevölkerung zugänglich. swissfuture führt Tagungen, Seminare und Studien durch und äusserst sich in den Medien zu Zukunftsfragen. Vgl. www.swissfuture.ch

Dr. oec. HSG Andreas Krafft ist seit 2012 der akademische Leiter des Hoffnungsbarometers. Er ist Vorstandsmitglied von swissfuture, Strategieberater und Dozent an der Universität St. Gallen.

Dr. Andreas M. Walker ist seit 2009 Initiator und Gesamtverantwortlicher des Hoffnungsbarometers. Er ist seit 2009 Co-Präsident von swissfuture und Leiter des Think Tanks „weiterdenken.ch – your partner for future, hope & responsibility“. Vgl. www.weiterdenken.ch

Die Studie wird durch ein internationales Team begleitet:

  • Tschechien: Frau Prof. Dr. Alena Slezáčková, Masaryk University, Brno, führende Spezialistin für positive Psychologie der Tschechischen Republik,
  • Frankreich: Prof. Dr. Charles Martin-Krumm, Maître de Conférences à l’Institut Universitaire de Formation des Maîtres de Rennes.
  • Norwegen: Frau Dr, Trude Furunes, Universitetet i Stavanger, Vice Dean for Research
  • Malta: Prof. Carmel Cefai, University of Malta, Director Centre for Resilience and Socio-Emotional Health and Head of Department Psychology, Faculty for Social Wellbeing
  • Österreich: Frau Prof. Dr. Tatjana Schnell, Universität Innsbruck, die führende Sinn-Forscherin Österreichs,

 

2.  Erwartungshaltung für das kommende Jahr 2015

Die Erwartungshaltung für das private Leben bewegt sich seit Jahren konstant auf einem eher optimistischen Niveau und ist deutlich höher als die Erwartungen für die nationale Politik oder Wirtschaft.

Zwar immer noch auf eher pessimistischem Niveau aber seit drei Jahren leicht steigend sind die Erwartungen zugunsten von Klima und Umwelt.

D - Abb 1

Abbildung 1: Mit welcher Grundstimmung erwarten Sie das kommende Jahr 2015?
1 = sehr pessimistisch ; 2 = eher pessimistisch ; 3 = ausgewogen ; 4 = eher optimistisch ; 5 = sehr optimistisch

 

3.  Die drei grossen W-Fragen zur Hoffnung

3.1 Welches sind Ihre grossen persönlichen Hoffnungen für 2015?

Die persönliche Gesundheit, eine glückliche Ehe, Familie bzw. Partnerschaft sowie Harmonie im Leben bilden die stabile Spitzengruppe der persönlichen Hoffnungen.

Die Hoffnungen für die Arbeitswelt sind wieder am Wachsen: die Bedeutung eines sicheren Arbeitsplatzes, mehr Geld und Erfolg in der Arbeit nehmen tendenziell zu.

Die Hoffnung auf religiöse Erfahrungen bildet das Schlusslicht.

D - Abb 2

Abbildung 2: Welches sind Ihre grossen persönlichen Hoffnungen für 2015? (Mittelwert D)
0 nicht wichtig; 1 etwas wichtig, 2 ziemlich wichtig, 3 sehr wichtig

D - Abb 3

Abbildung 3: Welches sind Ihre grossen persönlichen Hoffnungen für das kommende Jahr?

D - Abb 4

Abbildung 4: Welches sind Ihre grossen persönlichen Hoffnungen für das kommende Jahr?

3.2 Von wem wünschen Sie, dass er in schwierigen Zeiten mehr Hoffnung vermittelt?

Der unmittelbare Ehe- bzw. Lebenspartner und die nahen Familienmitglieder sind die wichtigsten Hoffnungspartner.

Die Repräsentanten der grossen gesellschaftlichen Institutionen jenseits der Familie, also von Universität, Wirtschaft und Kirche, die letzten Ränge belegen. Demgegenüber wird wesentlich mehr von der Politik erwartet.

Die Bedeutung von Lehrpersonen ist kontinuierlich am Sinken.

D - Abb 5

Abbildung 5: Von wem wünschen Sie, dass er in schwierigen Zeiten mehr Hoffnung vermittelt?
0 nicht wichtig; 1 etwas wichtig, 2 ziemlich wichtig, 3 sehr wichtig

D - Abb 6

Abbildung 6: Von wem wünschen Sie, dass er in schwierigen Zeiten mehr Hoffnung vermittelt? Zeitreihe

3.3 Was tun Sie selbst, damit sich Ihre Hoffnungen erfüllen?

D - Abb 7

Abbildung 7: Was tun Sie selbst, damit sich Ihre Hoffnungen erfüllen? 2015
0 nicht wichtig; 1 etwas wichtig, 2 ziemlich wichtig, 3 sehr wichtig

D - Abb 8

Abbildung 8: Was tun Sie selbst, damit sich Ihre Hoffnungen erfüllen? Zeitreihe

 

4.  Zum Forschungsteam

Kerngruppe

010214_0041_Hoffnungsba40.jpgDr. oec HSG Andreas Krafft

Akademischer Leiter des Hoffnungsbarometers
Dozent an der HSG, Ökonom und Fachmann für Sozialpsychologie von Organisationen und für Gesundheitsmanagement (Salutogenese), Geschäftsführer von MDS Management Development Services AG, design. Vorstandsmitglied von swissfuture

Wittenbach SG, verheiratet, Vater von 2 Kindern

 

 

010214_0041_Hoffnungsba39.jpgDr. phil. Andreas M. Walker, http://www.weiterdenken.ch/

Kontaktperson für Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Gesamt-Projektleiter und Initiator des Hoffnungsbarometers
Co-Präsident von swissfuture, der Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung
Gründer und Leiter des Think Tanks weiterdenken.ch, ,
Basel, verheiratet, Vater von 4 Kindern

 

Die Studie wird durch ein internationales Team begleitet:

  • Tschechien: Frau Prof. Dr. Alena Slezáčková, Masaryk University, Brno, führende Spezialistin für positive Psychologie der Tschechischen Republik.
  • Frankreich: Prof. Dr. Charles Martin-Krumm, Maître de Conférences à l’Institut Universitaire de Formation des Maîtres de Rennes.
  • Norwegen: Frau Dr, Trude Furunes, Universitetet i Stavanger, Vice Dean for Research
  • Malta: Prof. Carmel Cefai, University of Malta, Director Centre for Resilience and Socio-Emotional Health and Head of Department Psychology, Faculty for Social Wellbeing
  • Österreich: Frau Prof. Dr. Tatjana Schnell, Universität Innsbruck, die führende Sinn-Forscherin Österreichs,

 

5.  Kennzahlen zu Struktur und Qualität von Stichprobe und Studie

 

Methode:
Online-Befragung

Instrument:
Elektronischer Fragebogen

Grundgesamtheit:
web- und e-mail-aktive Personen aller Altersgruppen aus Deutschland

Umfang:
Insgesamt 150 Variablen und 14 sozio-demographische Fragen

Sample-Größe:
Rund 45‘000 Teilnehmende; hier: 4‘579 ausgewertete Fragebögen (vollständig, korrekt, D)

Repräsentativität:
breit abgestützte Umfrage durch die Zusammenarbeit mit 20minuten als Medienpartner, mit swissfuture, mit früheren Teilnehmenden sowie breiter Präsenz auf diversen Social Media Plattformen

Erhebungszeitraum:
01.11.2014 – 30.11.2014

Akademische Leitung:
Dr. oec HSG Andreas Krafft

Gesamtleitung:
Dr. phil. Andreas M. Walker walker@weiterdenken.ch

Zitierweise:
Verwendung unter Quellenangabe gestattet

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Hoffnung braucht Partnerschaft – und das in einer wachsenden Single Gesellschaft – D 2014

Bei allen Indices im Zusammenhang mit „Hoffnung“ haben Personen in verbindlichen Partnerschaften (ob verheiratet oder nicht) höhere Werte als Singles oder Geschiedene.

Insbesondere:

(Bei „verwitwet“ haben wir eine zu geringe Beteiligung, um eine Aussage machen zu können. Jugendliche, die noch bei den Eltern wohnen, haben wir aufgrund ihrer Sondersituation hier nicht ausgewertet.)

(Bei „verwitwet“ haben wir eine zu geringe Beteiligung, um eine Aussage machen zu können.)


Hinterlasse einen Kommentar

Was tun Sie selbst, damit sich Ihre Hoffnungen erfüllen? D 2014

In guter Tradition von Bildungsbürgertum und Humanismus werden die eigenen Hoffnungen reflektiert und analysiert – aber zur Verantwortungsübernahme und persönlichem Engagement gibt es einen signifikanten Unterschied.

Zwischen dem selbst über die eigenen Hoffnungen nachdenken und dem Teilen dieser Hoffnungen im sozialen Umfeld mit Freunden, Familie, Ehe/Lebenspartner steht ein grosser Schritt.

Und auch zum gezielten Lesen und Recherchieren oder zur entsprechenden Arbeitsstelle oder zum gezielten Sparen zum Thema der Hoffnung besteht ein grosser Unterschied (Dieser ist in der CH deutlich kleiner als in D.) Ob dies vielleicht alles nur „Träume“ und „Wünsche“ sind, denen man nachhängt, ohne sich selbst hoffnungsvoll darin zu engagieren?

Die religiösen Verhaltensformen rangieren weit hinten.

0 = nicht wichtig ; 1 = teils teils ; 2 = sehr wichtig

0 = nicht wichtig ; 1 = teils teils ; 2 = sehr wichtig


Hinterlasse einen Kommentar

Von wem wünschen Sie, dass er in schwierigen Zeiten mehr Hoffnung vermittelt? D 2014

Die wichtigsten „Hoffnungsträger“ stammen alle aus dem nahen sozialen und familiären Umfeld. Dabei ist auch die eigene Person (d.h. Eigenverantwortung, Selbstvertrauen) wichtig.

Die „vielen Helden des Alltags ohne grosse Namen“ rangieren deutlich vor den „Profis“.

Die „Politiker“ rangieren deutlich vor den „Experten“, „Bankern“ und „Unternehmern/Managern“. Dies ist eigentlich im Widerspruch dazu, dass die Erwartungshaltung für „Wirtschaft“ deutlich höher als für „Politik“.

Die Pfarrer belegen den letzten Platz – ob wohl die Kirche im Dreieck „Glaube – Liebe – Hoffnung“ zu viel in die Debatte um den „richtigen Glauben“ investiert und gar nicht die Rolle der Hoffnungs-Verbreitung übernimmt? „Gott-sei-Dank“ rangiert „Gott“ selbst doch noch einige Ränge vor seinem Bodenpersonal.

0 = nicht wichtig ; 1 = teils teils ; 2 = sehr wichtig

Offensichtlich ist diese Betonung des Ehe/Lebenspartners abhängig von der effektiven Beziehungssituation. Bei Singles / Geschiedenen ist die relative Bedeutung des Selbstvertrauens und der Freunde entsprechend wichtiger.

Ebenso wird der Ehe/Lebenspartner von Frauen stärker gewichtet als von Männern.

0 = nicht wichtig ; 1 = teils teils ; 2 = sehr wichtig