Hoffnungsbarometer

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. (Ernst Bloch)


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Schweizer Hoffnungskonferenz – die Referate sind als Streaming online

Hoffnungskonferenz 2015

Die Referate unserer Schweizer Hoffnungskonferenz sind als Streaming online verfügbar:

09.15 Begrüssung und Eröffnung der Konferenz (Pasqualina Perrig-Chiello und Andreas Krafft)

09.30 swissfuture Hoffnungsbarometer (Andreas M. Walker)

09.45 The Secret of Hope (Leo Bormans)

11.00 Die zwei Gesichter der Hoffnung: Kognitive und transzendente Hoffnung (Andreas Krafft)

11.30 More hopeful, less depressed: How hope protects us from depression? (Alena Slezácková)

12.00 Passion, optimism, satisfaction, wellbeing, and health: Comparison in four European countries (Charles Martin-Krumm)

14.00 Charakterstärken und ihre Auswirkungen auf Job Outcomes und Lebenszufriedenheit (Jenny Hofmann)

14.30 Wohlbefinden nach Scheidung und Verwitwung (Bina Knöpfli, Stefanie Spahni, Pasqualina Perrig-Chiello)

15.30 Persönliches Wachstum nach kritischen Lebensereignissen (Hansjörg Znoj)

16.00 Józef Kozielecki’s Concept of Hope (Paweł Izdebski, Elżbieta Kasprzak)

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Hoffnungskonferenz 2015

Aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus einer positiven Zukunfts- und Hoffnungsforschung

Montag, 7. September 2015
9 – 17 Uhr
Universität Bern, Hochschulzentrum von Roll, Fabrikstrasse 8, 3012 Bern
Foyer im Erdgeschoss (Empfang und Pausen) Raum B101 (Referate)

Wir leben in einer Zeit von unvorhergesehenen Veränderungen und kleineren oder grösseren Überraschungen. Können wir diese zuversichtlich als Chancen erkennen, weil wir auf eine positive Zukunft hoffen, oder erleben wir sie voller Angst als Bedrohung von Sicherheit und Gegenwart? Risikoabsicherung, Krisenbewältigung, Sorgenbarometer und Angstbarometer, Warnungen und negative Prognosen sind in Medien, Politik und Alltag gegenwärtig – was braucht es, damit Hoffnung als ernst zu nehmende psychische Kompetenz uns hilft, Veränderungen und Bedrohung zu bewältigen und aktiv an unserer Zukunft zu bauen?

Seit 2009 erhebt swissfuture, die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung, jedes Jahr mit dem Hoffnungsbarometer, welches die grossen Zukunftshoffnungen der Schweizerinnen und Schweizer für das kommende Jahr sind. Mittlerweile nehmen jährlich über 20‘000 Personen aus der Schweiz, Frankreich, Tschechien, Deutschland, Malta und Norwegen an der empirischen Erhebung teil.

Dieses Jahr präsentiert swissfuture die Erkenntnisse an einer grossen Hoffnungskonferenz gemeinsam mit internationalen Partnern, mit swippa, der Schweizerischen Gesellschaft für Positive Psychologie, mit Forschenden des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) LIVES und mit der Universität Bern.

Mit Referaten von Pasqualina Perrig-Chiello (Bern), Andreas Krafft (St. Gallen), Andreas M. Walker (Basel), Leo Bormans (Belgien), Alena Slezácková (CZ – Brno), Charles Martin-Krumm (F – Rennes) , Jenny Hofmann (Universität Zürich), Bina Knöpfli und Stefanie Spahni (Universität Bern), Hansjörg Znoj (Universität Bern), Paweł Izdebski und Elżbieta Kasprzak, (PL – Bydgoszcz)

Teilnahmegebühr inkl. Kaffeepausen, Lunch und Apéro: CHF 50 für SWIPPA– und swissfuture-Mitglieder CHF 30 für studentische Mitglieder;
CHF 100 für Nichtmitglieder CHF 60 für studierende Nichtmitglieder

 

Anmeldung: via

http://www.swissfuture.ch/de/schweizerische-hoffnungskonferenz/ oder

future@swissfuture.ch

 


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Hoffnungskonferenz in der Schweiz

Wozu wir Hoffnung brauchen.
Aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus einer positiven Zukunfts- und Hoffnungsforschung

Wir leben in einer Zeit von unvorhergesehenen Veränderungen und kleineren oder grösseren Überraschungen. Können wir diese zuversichtlich als Chancen erkennen, weil wir auf eine positive Zukunft hoffen, oder erleben wir sie voller Angst als Bedrohung von Sicherheit und Gegenwart? Risikoabsicherung, Krisenbewältigung, Sorgenbarometer und Angstbarometer, Warnungen und negative Prognosen sind in Medien, Politik und Alltag gegenwärtig – was braucht es, damit Hoffnung als ernst zu nehmende psychische Kompetenz uns hilft, Veränderungen und Bedrohung zu bewältigen und aktiv an unserer Zukunft zu bauen? Seit 2009 erhebt swissfuture, die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung, jedes Jahr mit dem Hoffnungsbarometer, welches die grossen Zukunftshoffnungen der Schweizerinnen und Schweizer für das kommende Jahr sind.
Lesen Sie mehr hier: http://www.swissfuture.ch/de/schweizerische-hoffnungskonferenz-2/.

Montag, 7. September 2015
9 – 17 Uhr

Universität Bern, Hochschulzentrum von Roll, Fabrikstrasse 8, 3012 Bern
Foyer im Erdgeschoss (Empfang und Pausen)
Raum B101 (Referate)

PROGRAMM
08.45 Tageskasse geöffnet, Willkommenskaffee
09.15 Begrüssung und Eröffnung der Konferenz (Pasqualina Perrig-Chiello und Andreas Krafft)
09.30 swissfuture Hoffnungsbarometer (Andreas M. Walker)

Keynote speech
09.45 The Secret of Hope (Leo Bormans)

10.30 Kaffeepause

Aktuelle Ergebnisse aus dem swissfuture Hoffnungsbarometer:
11.00 Die zwei Gesichter der Hoffnung: Kognitive und transzendente Hoffnung (Andreas Krafft)
11.30 More hopeful, less depressed: How hope protects us from depression? (Alena Slezácková)
12.00 Passion, optimism, satisfaction, wellbeing, and health: Comparison in four European countries
(Charles Martin-Krumm)

12.30 Lunch, Zeit für Gespräche mit Referierenden und Forschungsteams

Aktuelle Ergebnisse aus zwei Projekten des NFS LIVES:
14.00 Charakterstärken und ihre Auswirkungen auf Job Outcomes und Lebenszufriedenheit (Jenny Hofmann)
14.30 Wohlbefinden nach Scheidung und Verwitwung (Bina Knöpfli, Stefanie Spahni, Pasqualina Perrig-Chiello)

15.00 Kaffeepause

15.30 Persönliches Wachstum nach kritischen Lebensereignissen (Hansjörg Znoj)

Gastreferat
16.00 Józef Kozielecki’s Concept of Hope (Paweł Izdebski, Elżbieta Kasprzak)
16.30 Summary and Final Remarks together with speakers (Andreas Krafft)

17.00 Apéro

Teilnahmegebühr inkl. Kaffeepausen, Lunch und Apéro:
CHF 50 für SWIPPA- und swissfuture-Mitglieder
CHF 30 für studentische Mitglieder
CHF 100 für Nichtmitglieder
CHF 60 für studierende Nichtmitglieder

Weitere Informationen und Anmeldung

hier: http://www.swissfuture.ch/de/schweizerische-hoffnungskonferenz-2/


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Zitate und Sprichwörter zu Hoffnung als Selbstkompetenz

Möge Deine Hoffnung nie sinken und möge die Deine zur Sonne Deines Lebens werden. (Ralf Isau)

Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage. (Karl Jaspers)

Du kannst nicht alle Not der Welt lindern, aber du kannst einem Menschen Hoffnung geben. (Albert Schweitzer)

Niemals und unter keinen Bedingungen dürfen wir verzweifeln. Zu hoffen und zu handeln, das ist unsere Pflicht im Unglück. Tatenlose Verzweiflung bedeutet so viel wie die Pflicht vergessen und sich ihr entziehen. (Boris Pasternak)

Nur durch die Hoffnung bleibt alles bereit, immer wieder neu zu beginnen. (Charles Péguy)

Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts? (Marie von Ebner-Eschenbach)

Vom Tischdecken wird der Magen nicht satt, aber er bekommt Hoffnung. (Sprichwort)

Was eine Kinderseele aus jedem Blick verspricht! So reich ist doch an Hoffnung ein ganzer Frühling nicht. (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte. (Friedrich Hölderlin)

Weil moderne Erziehung so selten von großer Hoffnung beseelt ist, wird so selten ein großes Resultat erreicht. (Bertrand Russel)

Welch ein Anker ist die Hoffnung! (Sully Prudhomme)

Wenn der Jäger die Hoffnung verliert, gibt es keine Beute. (Lappländisches Sprichwort)

Wenn Hoffnung nicht wär, so lebt‘ ich nicht mehr. (Sprichwort)

Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt. (Ernst Bloch)

Wer den Glauben verbraucht hat, lässt sich durch die Hoffnung erlösen. (Billy)

Wer die Hoffnung vor seinen Wagen spannt, fährt doppelt so schnell. (Polnisches Sprichwort)

Was ist das Letzte im Leben? – Die Hoffnung. (Diogenes von Sinope)

Wir hoffen immer auf den nächsten Tag. Wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns. (Ernst R. Hauschka)

Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln. (Johann Wolfgang von Goethe)

Wir können wohl das Glück entbehren, aber nicht die Hoffnung. (Theodor Storm)

Wir stärken, solange wir jung sind, unsere Seelen mit Hoffnung; die Stärke, die wir so erwerben, befähigt uns später, Verzweiflung zu ertragen. (Thornton Wilder)

Hoffnung ist die kindlichste aller Eigenschaften, gleichzeitig die fundamentalste des Ichs; ohne die das Leben weder richtig anfangen noch sinnvoll enden kann. (Erik Erikson)Es ist gesünder, zu hoffen und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun. (Gottfried Keller)

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. (Ernst Bloch)

Es trifft gewiß zu, daß die Hoffnung eine Gnade ist. Aber fraglos ist sie eine schwierige Gnade. Sie fordert zuweilen unsere Bereitschaft, auch im Scheitern eine Chance zu sehen, in der Niederlage eine neue Möglichkeit. Vielleicht ist die Hoffnung die letzte Weisheit der Narren. (Siegfried Lenz)

Geduld ist das Ausdauertraining für die Hoffnung! (Gerhard Uhlenbruck)

Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. (Deutsches Sprichwort)

Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung. (Lucius Annaeus Seneca)

Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht. (Václav Havel)

Hoffnung ist eine Art von Glück; vielleicht das größte Glück, das diese Welt bereit hält. (Samuel Johnson)

Hoffnung ist eine schöne Erinnerung an die Zukunft. (Gabriel Marcel)

Hoffnung ist wie der Zucker im Tee: Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles. (Chinesisches Sprichwort)

Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte. (Wilhelm Raabe)

Hoffnungen steigen zum Himmel wie Luftballons gefüllt mit Wünschen. (Erhard H. Bellermann)

Ich glaube es, weil ich es hoffe. (Leon Blum)

Ich weigere mich, ohne Hoffnung zu sein. (Nadine Gordimer)

Im Reich der Hoffnung wird es nie Winter. (Russisches Sprichwort)

Irgendeine Hoffnung muss der Mensch haben, soll er nicht verdorren und verwelken. (Paul Busson)

Jede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat. (Johann Wolfgang von Goethe)

Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen. (Immanuel Kant)


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Zitate und Sprichwörter zu Hoffnung, Zuversicht und Gottvertrauen als christliche Tugenden

Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen. (Psalm 9, 11)

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir mangeln. (Psalm 23, 1)

Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! (Psalm 31, 15)

Hoffe auf den HERRN und tue Gutes; bleibe im Lande und nähre dich redlich. (Psalm 37, 3)

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen. (Psalm 37, 5)

Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. (Psalm 62, 6)

Denn du bist meine Zuversicht, Herr, HERR, meine Hoffnung von meiner Jugend an. (Psalm 71, 5)

Denn für jeden, der noch zu den Lebenden gehört, gibt es Hoffnung. (Prediger 9,4)

Denn ich hoffe auf den HERRN, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakob; ich aber harre sein. (Jesaja 8, 17)

Gesegnet ist der Mann, der sich auf Gott verlässt und dessen Hoffnung Gott ist. (Jeremia 17, 7)

Du, Herr, bist die Hoffnung Israels. (Jeremia 17, 13)

Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung. (Römer 5, 4)

Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden. (Römer 5, 5)

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. (Römer 12, 12)

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. (Römer 15,13)

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf. (1. Korinther 13,4-8)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe. (1. Korinther 13,13)

Jesus Christus aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort. (2. Thessalonicher 2,16-17)

Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht. (Hebräer 11,1)

Und auch wenn morgen die Welt untergeht pflanze ich heute noch ein Apfelbäumchen. (Luther zugeschrieben)

Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten; die Möglichkeit des Guten ist das Ewige. (Søren Aabye Kierkegaard)

Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte. (Adolph Kolping)

Wir brauchen die kleineren oder grösseren Hoffnungen, die uns Tag um Tag auf dem Weg halten. Aber sie reichen nicht aus ohne die grosse Hoffnung, die alles andere überschreiten muss. Diese grosse Hoffnung kann nur von Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen. (Papst Benedikt XVI.)

Wer Hoffnung hat, lebt anders; ihm ist neues Leben geschenkt worden. (Papst Benedikt XVI.)

Es ist das Warten auf Kommendes von einer schon geschenkten Gegenwart her. (Papst Benedikt XVI.)

Der Mensch braucht Gott, sonst ist er hoffnungslos. (Papst Benedikt XVI.)

In diesem Sinne gilt, dass, wer Gott nicht kennt, zwar vielerlei Hoffnungen haben kann, aber im Letzten ohne Hoffnung, ohne die grosse, das ganze Leben tragende Hoffnung ist. Die wahre, die grosse und durch alle Brüche hindurch tragende Hoffnung des Menschen kann nur Gott sein – der Gott, der uns bis ans Ende, bis zur Vollendung geliebt hat und liebt. (Papst Benedikt XVI.)

In diesem Sinne hat die Neuzeit die Hoffnung auf die zu errichtende vollkommende Welt entwickelt, die durch die Erkenntnisse der Wissenschaft und einer wissenschaftlich fundierten Politik machbar geworden schien. So wurde die biblische Hoffnung auf das Reich Gottes abgelöst durch die Hoffnung auf das Reich des Menschen, die bessere Welt, die das wirkliche „Reich Gottes“ sein würde. (Papst Benedikt XVI.)

Die grosse Hoffnung kann nur Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen. Gerade das Beschenktwerden gehört zur Hoffnung. Gott ist das Fundament der Hoffnung – nicht irgendein Gott, sondern der Gott, der ein menschliches Angesicht hat und der uns geliebt hat bis ans Ende. (Papst Benedikt XVI.)

Ein erster wesentlicher Lernort der Hoffnung ist das Gebet. (Papst Benedikt XVI.)

Die Hoffnung ist unser, der Ausgang Gottes. (Sprichwort)


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Zitate und Sprichwörter zu Hoffnung als Illusion, die zu sinnlosen Enttäuschungen führt

Aufgeregte Gemüter zittern vor Hoffnung und Furcht. (Ovid)

Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung! (Horaz)

Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann. (Sully Prudhomme)

Dem Armen ist nicht mehr gegeben, als gute Hoffnung, übles Leben. (Freidank)

Den Traum vom Unwahrscheinlichen nennen wir Hoffnung. (Jostein Gaarder)

Denn überall, wo größere Hoffnungen sind, da findet auch heftigerer Neid statt, gefährlicherer Hass und heimtückischere Eifersucht. (Lukian von Samosata)

Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung. (Otto Ludwig)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

Die Hoffnung ist ein langes Seil, an dem sich viele zu Tode ziehen. (Sprichwort)

Die Hoffnung ist eine große Verfälscherin der Wahrheit: Die Klugheit weise sie zurecht und sorge dafür, dass der Genuss die Erwartung übertreffe. (Baltasar Gracián y Morales)

Die Hoffnung ist im Allgemeinen ein schlechter Führer, aber ein guter Gesellschafter. (Lord Halifax)

Die Hoffnung, so trügerisch sie ist, dient wenigstens dazu, uns auf angenehmem Weg an das Ende des Lebens zu führen. (François de La Rochefoucauld)

Die Tätigkeit ist eine Folge verzweifelter Handlungen, welche erlauben, die Hoffnung zu bewahren. (Georges Braque)

Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen. (Russisches Sprichwort)

Hoffen und Wünschen und Sehnen, es ist nur leidige Krankheit. Wirfst du den Ballast ins Meer, segelst du sicher und froh. (Ferdinand Sauter)

Hoffnung ist der erste Schritt auf der Strasse der Enttäuschung! Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen. (Henry Louis Mencken)

Hoffnung ist die Mutter der Dummen. (Polnisches Sprichwort)

Hoffnung ist die zweite Seele der Unglücklichen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot. (Francis Bacon)

Hoffnung ist ein Instinkt, den nur das menschliche Vernunftdenken töten kann. (Graham Greene)

Hoffnung ist ein Seil, auf dem viele Narren tanzen. (Russisches Sprichwort)

Hoffnung ist etwas für Leute, die unzureichend informiert sind.

Hoffnungen sind auch eine Belastung, weil sie mit Erwartungen verbunden sind. (Oskar Lafontaine)

Je dürrer die Zeit, desto grüner die Hoffnung. (Dt. Sprichwort)

Man verbringt die eine Hälfte des Lebens damit, sich das Glück zu erhoffen, und die andere, eine Hoffnung zu vermissen. (Théodore Jouffroy)

Manchen schon stürzte die bloße Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben. (Sophokles)

Menschen heiraten immer wieder. Das ist der Sieg der Hoffnung über die Erfahrung. (Helen Fisher)

Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus. (Jean-Paul Sartre)

Sogar wenn man nichts mehr vom Leben zu erhoffen hat, bleibt immer noch etwas zu befürchten. (Michel Houellebecq)

Wer heut‘ noch hoffen macht, der lügt! Doch wer die Hoffnung tötet, ist ein Schweinehund. (Wolf Biermann)

Wer mit der Hoffnung fährt, hat die Armut zum Kutscher. (Spanisches Sprichwort)

Wer von der Hoffnung lebt, stirbt an Verzweiflung. (Spanisches Sprichwort)

Wer von der Hoffnung lebt, wird eines Tages verhungern. (Englisches Sprichwort)

Wirklich glaubte ich, ungetrübtes Glück sorglos immer zu haben: Seht, die Hoffnung täuschte mich. (Hartmann von Aue)

Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.

(Francis Bacon)

Zweifel schläfert man ein, indem man Hoffnungen weckt. (Gerhard Uhlenbruck)

Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt. (Hans Kasper)

Zweifel sind meist nichts anderes als bereits zu Grabe getragene Hoffnungen. (Ernst Ferstl)


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Hoffnung – eine theologische Einführung – Hoffnung im Christentum

Hoffnung im Alten Testament

Für „Hoffnung“ und „hoffen“ wird im Alten Testament ein Vokabular verwendet, das synonym mit

  • auf etwas gespannt sein, warten, harren,
  • vertrauen, sich verlassen

verwendet werden kann (vgl. Evangelisches Kirchenlexikon EKL, 4.999; und Religion in Geschichte und Gegenwart – Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft RGG3, 3/415). Auffallend ist bei diesem Vokabular die Dominanz der Verbalstämme: der Akzent liegt auf dem Vorgang des Hoffens (Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament THAT, 2/619; RGG3, 3/415).

Die Grundlage des Hoffens besteht dabei in der Persönlichkeit des alttestamentlichen Gottes (JHW) und in der Zuversicht auf seine Bundestreue und auf seine Verheissungen. Hoffnung ist kein abstraktes Prinzip und keine Methode sondern hat einen stark personalisierten Charakter im Hoffen auf Gott. Der Gläubige und Betende im Alten Testament hofft „auf das Wort Gottes“, „auf seinen Arm“, „sein Heil“. Im Mittelpunkt steht dabei derjenige, von dem man es erhofft: Gott ist der, „dessen Wesen Retten und Helfen ist, für Israel ist Gott die Hoffnung geworden.“ Dabei wird dieses Hoffen als Abhängigkeit von Gott verstanden, diese Abhängigkeit geschieht ohne Angst – Hoffen und Vertrauen liegen eng beisammen. Andere Hoffnungskonzepte und Hoffnungsträger stehen im Alten Testament im Gegensatz zu diesem Glaubensverständnis, sei dies die Hoffnung auf andere Götzen, auf Anführer, auf die Grösse des Heeres, auf religiöse Symbole, auf falsche Propheten, auf Menschen oder auf sich selbst. Wer auf Gott hofft, steht unter dem Segen, wer sich auf Menschen verlässt, steht unter dem Fluch (RGG4: 1823). Gott ist die personifizierte Hoffnung. Dieses Verständnis von Hoffen ist charakteristisch für das Gottesverständnis im Alten Testamentes (EKL, 4.898).

Im Alten Testament wird dabei das Hoffen auf „Heil, Rettung, Licht, Wende der Not“ gerichtet (EKL, 4.899). Hoffen ist qualitativ bestimmt, Hoffen ist stets „eine gute Hoffnung, die mit Vertrauen und Glauben das Gute, ja das Heil schlechthin erwartet“ (RGG3 3.416). Die Aspekte der Hoffnung können dabei sehr konkret sein und äusserliche Lebensnotwendigkeiten wie beispielsweise Familie, Gesundheit, Fruchtbarkeit, Reichtum und Besitz, Friede, Schutz vor Krieg oder vor Hunger betreffen – die Erfüllung dieser Hoffnungen werden als Gaben und Segen Gottes verstanden (RGG3, 3.416 und HWBP, 1159).

Hoffnung im Neuen Testament

Neben der alltäglichen Verwendung des Begriffs gewinnt Hoffnung im Neuen Testament vor allem in den Briefen des Paulus eine wichtige theologische Bedeutung, wo beinahe die Hälfte der neutestamentlichen Nennungen zu finden sind (Theologische Realenzyklopädie TRE 1986: 484). Auch im Neuen Testament gründet diese Hoffnung nicht im Menschlichen, Irdischen oder Berechenbaren. Hoffnung ist die „positive Erwartung des Heils von Gott“ und steht darin in der jüdischen Tradition (RGG3: 3.417.) Hoffnung weist dabei einen positiven emotionalen Aspekt auf, der Hoffende ist „guten Mutes, erwartet zuversichtlich, sogar mit Freude“ (RGG4: 1825). Hoffnung wird vom Ziel her verstanden, sie ist „Beharren auf das Ziel hin und wirkt Geduld und Aushalten“ (EKL: 4.900 und 4.902). Auch die neutestamentliche Hoffnung enthält die Elemente „des Vertrauens, der Geduld, des Durchhaltens“ (RGG3: 3.417 und RGG4: 1825). Dabei gehören Glaube und Hoffnung eng zusammen, Hoffnung „bezeichnet ein ständiges Moment des Gottesverhältnisses“ (RGG3: 3.418), gehört zur „Wesensstruktur“ des christlichen Daseins (RGG4: 1825) und kann sogar als ein Status und Zustand der Hoffnung verstanden werden (TRE: 484). Gottlosigkeit und Hoffnungslosigkeit werden einander gleichgesetzt (TRE: 489). Die Hoffnung gründet dabei im christlichen Glauben an die österliche Auferweckung Jesu und an die noch ausstehende Wiederkunft, die Parusie. Wie schon im Alten Testament wird Hoffnung personalisiert: Jesus Christus als Mensch gewordener und vom Tode auferweckter Gottessohn ist der Inbegriff der christlichen Hoffnung, Jesus Christus ist die personifizierte Hoffnung. Dabei ist die christliche Hoffnung nicht nur „ein unbestimmtes Offensein für die Zukunft, sondern die konkrete Erwartung Jesu Christi“ – die Parusie: theologische Hoffnung verknüpft mit der zukünftigen Wiederkunft Christi (RGG3: 3.419) Ebenso wird im Neuen Testament die Tradition des Alten Testamentes fortgesetzt, als dass die Hoffnung auf Gott selbst ruht, der einerseits christologisch andererseits schöpfungstheologisch gedeutet wird (TRE: 488).

Hoffnung in der Theologie des 20. und 21. Jahrhunderts

Eine Theologie der Hoffnung hat sich nicht kontinuierlich entwickelt, vielmehr ist der Hoffnungsbegriff in wechselnden Beziehungen theologisch immer wieder aufgegriffen worden, sei dies bei Augustinus, Thomas von Acquin, Luther oder Kierkegaard (TRE: 491 ff). Herausgefordert durch Ernst Blochs „Prinzip Hoffnung“ entwickelte sich im 20. Jahrhundert unter dem Einfluss des französischen Jesuiten Teilhard de Chardin, des deutschen evangelischen Theologen Jürgen Moltmann und des deutschen katholischen Theologen Johann Baptist Metz eine ökumenische „Theologie der Hoffnung“.

Die zweite Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1954 in Evanston stand unter dem Thema „Jesus Christus, die Hoffnung der Welt“, die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung arbeitete von 1971–1978 an einer „Rechenschaft über die Hoffnung“ und die achte Vollversammlung 1998 in Harare stand unter dem Thema „Kehret um zu Gott – seid fröhlich in Hoffnung“

Die Theologie der Hoffnung des 20. Jahrhunderts versucht dabei drei Dimensionen der Hoffnung zu berücksichtigen (ELK 4.911 – 4.913):

  • Politische Dimension der Hoffnung: Da Hoffnung in der modernen Gesellschaft stark privatisiert und spiritualisiert wurde, galt es, die politische Dimension der christlichen Hoffnung zu erkennen und zu praktizieren. Wie Metz geht es Moltmann um eine konkrete Umsetzung eschatologischer Hoffnung in die christliche Praxis. Moltmann fordert eine politische Theologie, da christliche Hoffnung aktivieren soll (HONECKER: 46)
  • Personale Dimension der Hoffnung: Christentum geschieht nie im Sinne eines anonymen Kollektives, sondern meint immer auch den einzelnen Menschen. So haben bereits Augustin, die Scholastiker und der Pietismus Hoffnung immer mit dem personalen Anliegen der menschlichen Seele verbunden.
  • Theologische Dimension der Hoffnung: Christliche Hoffnung ist immer untrennbar mit Christus, Ostern und Parusie verbunden. Dies sind die zentralen Begründungen christlicher Hoffnung im theologischen Sinne.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts veröffentlichte der römisch-katholische Papst Benedikt XVI. 2007 als seine zweite Enzyklika die „Spe Salvi“, in der er sich mit dem Begriff der Hoffnung auseinandersetzt. Die Enzyklika befasst sich dabei mit der Hoffnung als christlicher Tugend und setzt sich kritisch mit den gesellschaftlichen, philosophischen und psychologischen Umwandlungen des Hoffnungsglaubens der letzten Jahrhunderte auseinander. Die Enzyklika beleuchtet verschiedene Hoffnungsbegriffe und die Praxis der christlichen Hoffnung. Diese Praxis wird als Gebet, als persönliche und gemeinschaftliche Begegnung mit Gott verstanden (s. a. TRE: 494). Auch Benedikt XVI betont, dass das Fundament der christlichen Hoffnung immer nur Gott sein kann, der sich in Jesus Christus als Liebe gezeigt hat, Grundlage der christlichen Hoffnung sind Ostern und (die faktisch noch ausstehende aber gemäss Bibel verheissene) Parusie. Christliche Hoffnung hat somit einen stark eschatologischen Charakter.